Wieso die Kindergartenfotografie in Zukunft nicht mehr von mir angeboten wird – zumindest nicht so wie bisher!

Puh … wie fange ich da am Besten an. Ich fotografiere jetzt bereits seit über 10 Jahren und mache dies mit voller Leidenschaft. Gelernt habe ich das im Selbststudium, Learning by doing, oder wie man sonst dazu sagen möchte. Wichtig dabei war mir von Anfang an, dass ich Spass an der Freude und der Arbeit habe. Der finanzielle Aspekt war lange Jahre völlig uninteressant, bis zu dem Entschluss, dass ich dieses Hobby zum Beruf mache. Immerhin muss man seine Brötchen, die man isst ja auch zahlen können und auch die Wohnung in der man wohnt will bezahlt werden.
Trotz allem ist mir nach wie vor wichtig, dass für mich dieser Beruf auch eine Berufung ist und kein “Ich verdien mal schnell ein paar Euro”-Job.

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Meine ersten Erfahrungen in der Kindergartenfotografie hatte ich dann in dem Waldkindergarten, in dem meine Frau damals gearbeitet hat. Waldkindergärten kennen das Problem, zu ihnen kommt kein klassischer Kindergartenfotograf. Woran das liegt, kann ich nur vermuten: Die Bedingungen sind im Wald eben ganz anders als in einer “stationären” Kindertagesstätte und zum anderen sind Waldkindergärten meist viel kleiner als ein normaler KiGa.

Genau diese 2 Punkte waren aber für mich besonders interessant: das andere Konzept und die Gruppengröße. Und da ich auch nicht allzu viel von diesen klassischen Kindergartenfotos ala “Setzt dich mal vor den blauen Batikhintergrund und schau schön” halte, war die Aufgabe in einem Waldkindergarten die Kinder im Spiel zu portraitieren besonders toll und für mich naheliegend. Hier bekommt man besondere Momente eingefangen und die Wirkung der Bilder ist unbeschreiblich natürlich und vor allem authentisch.

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Gerade heute wo man überall hört und liest, dass Authentizität so wichtig ist, dachte ich mir, dass dies doch ein Ansatz sein sollte die Eltern zu überzeugen. So haben sie die Möglichkeit von ihrem “echten” Kind Bilder zu erhalten.

Wie gesagt, so hat alles angefangen und in den Waldkindergärten in denen ich war, wurde mein Konzept auch gut angenommen.

Kurz darauf habe ich dann die erste Anfrage von einem “normalen” Kindergarten bekommen, ob ich nicht auch in eine normale Gruppe käme. Ich machte mir also ein paar Gedanken wie ich dies Konzept umsetzten könnte und stellte schnell fest, dass man natürlich auch in einer normalen KiTa in den Räumen entsprechende Bilder machen kann. Also Kinder die gerade in ein Spiel vertieft sind oder auch den Fotografen freudig anlächeln – weil dieser eben nicht wie sonst in einer Turnhalle steht und jeder der Reihe nach dran kommt – ob er nun möchte oder nicht. Sondern weil der Fotograf sich Zeit nimmt, in der Gruppe dabei ist und so ein Teil des Geschehens wird – nicht anders rum.

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Was bekommt man nun wenn man so arbeitet – individuelle Fotos, keins ist so wie das andere, kein Hintergrund ist exakt gleich und auch nicht jedes Kind lächelt freudig in die Kamera. Selbst wenn man einige Zeit in der Gruppe ist, sind einige der Kids noch verhalten und möchten nicht fotografiert werden. Hier muss man versuchen die Kids etwas “auszutricksen” – das klappt mal besser mal schlechter.

Jetzt komme ich langsam zu dem Punkt wieso ich diesen Beitrag überhaupt schreibe. Vor 2 Wochen war ich wieder in einer KiTa,weil ich vom Kindergarten angeschrieben wurde. Sie haben meine Beispielbilder gesehen und sich bewusst für mich entschieden. (So läuft das im Übrigen immer bei mir ab – ich schreibe keine KiTas an oder bewerbe mich für Kindergartenfotos – gerade weil mein Stil nicht dem entspricht was “der normale KiGa-Fotograf” liefert.)

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Gestern brachte ich nun meine Bilder zur Auswahl für die Eltern in den Kindergarten. Dort habe ich der Leitung kurz den Ablauf erklärt und als Feedback bekommen, dass sie unglaublich froh sind, dass ich die Fotos gemacht habe. Meine Art mit den Kindern umzugehen und das stressfreie Arbeiten waren total neu für sie. Die Eltern bekommen von dem Ganzen ja nichts mit. Mir ist durchaus bewusst, dass einige die Arbeit die hinter meiner Art der Fotos steck nicht wertschätzen aber als ich dann heute folgende Mail bekam war ich von jetzt auf gleich am Boden:

Unser Kindergarten wollte dieses Jahr mal was “neues” ausprobieren. …aber sorry sooo schlechte Fotos habe ich in meiner ganzen Kiga Laufbahn von mittlerweile 9 Jahren nicht gesehen!!!! Die haette selbst ich zu Hause besser hinbekommen…..und der Preis ..wow…sorry aber der Versuch ist bei uns im Kiga wohl gescheitert!!!!

 

Mir fehlen nach wie vor die Worte. Eine Nachricht ohne eine Einleitung, Begrüßung oder Grußformel kenne ich sonst nur von minderjährigen Teenies die “schnell schnell” ne Antwort wollen. Von erwachsenen Mitmenschen erwarte ich da doch etwas mehr Anstand. Wie dem auch sei, was man klar aus der Nachricht lesen kann: Ich habe offensichtlich die Erwartungen dieser Eltern nicht erfüllt. Schlimmer noch, sie bekamen möglicherweise genau das Gegenteil von dem was sie wollten.

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Dass ich von der KiTa beauftragt war und der KiGa dies mit dem Elternbeitrat abgeklärt hat ist der Dame bestimmt auch nicht bekannt. So gesehen war es ja nicht “mein Versuch” sondern der Versuch des Kindergartens. Wüsste man es nicht besser, würde man meinen, dass die Eltern die Bilder kaufen müssen. Müssen sie allerdings nicht.

Eigentlich möchte ich mich auch gar nicht darüber aufregen und sollte lieber nach Lösungen für das “Problem” suchen. Aber die Lösungen die mir dazu einfallen sind alle nicht mit meinem Konzept vereinbar. Ich möchte nicht diese Standardbilder machen, nein, nein, nein. Ich möchte auch weiterhin Spaß bei der Arbeit haben und auf die Kinder eingehen. Mir blutet das Herz wenn ich an schlechte Kindergartenbilder denke. Auch möchte ich mich nicht so weit verbiegen, dass ich meinem Konzept und somit mir selbst untreu werde.

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Leider ist es so, dass mein Konzept der KiGa-Fotografie deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als das schöne Turnhallengeknipse. Ich brauche schon in der Gruppe deutlich länger, da ich situationsbedingt arbeite und versuche mich auf den Rhythmus der KiTa und der Kinder einzustellen und nicht anders herum, wie es sonst ist.

Dann ist da noch die Nacharbeit. Das sehen die Eltern nicht und denken, dass dies ja ganz „easy“ ist. Bilder kopieren, fertig. Dies entspricht leider so ganz und gar nicht dem was dann passiert. Die Bilder sind kopiert und danach fängt die eigentliche Arbeit erst an: das Sortieren. Es werden also alle Bilder durchgeschaut und jedes Kind wird zugeordnet. Da ich aktuell 2 Bilder pro Kind anbiete, muss ich (bei ca. 90 Kinder) aus ca. 500-800 Bildern die einzelnen Kinder raussuchen. Klingt einfacher als man denkt. Ich durchsuche also 90-mal alle Bilder um immer 2 Bilder zu kopieren und zu markieren. Danach wird jedes Bild noch bearbeitet, optimiert und angepasst. Das dauert nicht ganz so lange wie das aussortieren – aber fast. Oh, ganz vergessen: wenn es Geschwisterbilder gibt, dann müssen auch diese dem passenden Kind zugeordnet werden. Hier kommt eine besondere Schwierigkeit zu tragen, die Kinder werden vorher von den Eltern häufig umgezogen, damit sie besonders hübsch sind. Für mich bedeutet es aber, dass ich ein weiteres Merkmal, die Kleidung, verliere um die Kinder passend zuzuordnen.

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Da ich kein Freund von diesen Kindergartenmappen bin, die am Ende bei möglichem Nichtgefallen einfach weggeschmissen werden, bestelle ich die Bilder auf 9×13, damit die Eltern natürlich trotzdem sehen was sie nachher bekommen wenn sie die Bilder nehmen.

Das heißt aber auch, nach ein paar Tagen bekomme ich (bei 90 Kinder) ca. 200-250 Bilder (2x ein Bild vom Kind plus Geschwisterbilder). Ihr könnt euch denken was jetzt passiert. Auch diese Bilder müssen wieder sortiert werden, die Arbeit geht von vorne los – zum Glück etwas schneller, da es ja keine 600 Bilder mehr sind. Trotzdem, es ist und bleibt wieder eine enorme Sortierarbeit. Jetzt noch die „Bestellzettel“ vorbereiten. Auf jeden Zettel wird per Hand die „Nummer vom Kind“ geschrieben die vorher beim Sortieren festgelegt wurde …

Ich mache hier mal ein Cut mit dem Aufzählen der Tätigkeiten … vielleicht kann man sich jetzt vorstellen wie viel Arbeit und Zeit in der Vorgehensweise steckt. Man kann also sagen, dass man grob für eine KiTa mit 4 Gruppen und ca. 90 Kinder mindestens 5 komplette Arbeitstage beschäftigt ist.

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Wenn dann die Arbeit und das Herzblut welches man in die Arbeit steckt, die am Ende nicht mal entsprechend entlohnt wird, und ein Feedback wie oben von erzürnter Mutter bekommt, dann überlegt man zweimal ob es wirklich Sinn macht sich diese Arbeit in Zukunft zu machen.

Aus den oben genannten Gründen habe ich den Entschluss gefasst, dass ich mein Konzept so wie ich es gut fand in Zukunft in der Art und Weise nicht mehr anbieten kann und auch nicht möchte. Nicht dass es falsch rüber kommt – meine Entscheidung wurde nicht aufgrund einer (!) Mail getroffen, sondern ich habe immer wieder mit Diskussionen ala “Wieso ist denn der Kopf meinem Kind abgeschitten”, “Kann man das andere Kind im Hintergrund wegretuschieren”, “Solche Bilder? Ne, das kann ich zuhause auch selbst machen”, “Wieso lacht mein Kind nicht so schön auf dem Bild” und genau dies bin ich eben leid.

Da ich aber eigentlich die Kindergartenfotografie toll finde, werde ich durchaus in Zukunft auch noch diese Bilder machen, jedoch mit einem anderen Konzept. Bei Interesse, darf man mich gerne anschreiben!

Zum guten Schluss möchte ich mich bei all den Eltern und Erziehern bedanken, denen meine Art des Fotografierens und meine Fotos gefallen haben. Der Entschluss zu dieser Entscheidung fiel mir wirklich sehr schwer.

 

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46 Kommentare

  1. Von mir existieren auch nur diese grässlichen “Stell dich jetzt mal gerade hin und lächel in die Kamera” Kindergartenfotos. Ich kann gerade nicht glauben, dass jemand die deinen Fotos vorziehen könnte.
    Die Fotos jedenfalls, die du hier zeigst, sind doch ultra knuffig und zeigen die Kinder in freier Wildbahn so, wie sie im Alltag nun mal aussehen. Ich jedenfalls würde mir solche Fotos von meinen Kindern jedenfalls viel eher an die Wand hängen als die üblichen gestellten. Schade dass es Eltern gibt, die ihre Kinder lieber perfekt ausgeleuchtet, aber unglücklich sehen wollen.

  2. Lass Dich nicht unterkriegen. Deine Bilder (die hier im Artikel) sind total geil.
    Nur weil eine Mutter sich was anderes vorgestellt hat, solltest Du nicht das Konzept grundlegend verändern.
    Unser großer ist ebenfalls im Waldkindergarten und wir haben ebenfalls diese Fotos aus dem Tagesgeschehen. Alle Eltern wäre total begeistert.
    Es lief nur bei der “Auslieferung” etwas anders: die Fotografin bekam ein Grundhonorar für die Zeit. Das entsprach dem eines Hochzeitsshootings. Danach bekamen wir einen online Zugang und konnten die Bilder anschauen und herunterladen. Über die Plattform konnten wir ebenfalls gedruckte Fotos bestellen.
    So hättest du nur einmal den Aufwand mit dem aussuchen und hättest das Grundhonorar schon in der Tasche.

    Martin

  3. Lieber Timo,

    du hast mir da aus der Seele gesprochen. Ich habe gestern die gleiche Entscheidung für mich selbst getroffen. Ich habe auch solche Nachrichten wie Du im Postfach und bin bei so einem Feedback echt geschockt. Da macht Arbeiten einfach auch keine Freude mehr, egal wieviele Kunden man auf der anderen Seite glücklich macht.
    Ich biete die Lösung von Martin Schuhmacher (Post über mir) an und habe auch diesbezüglich Nörgel-Mails bekommen weil 2,50Eur Versand entstehen wenn Abzüge zu den Eltern geliefert werden.

    Ich finde halt der Ton macht die Musik. Es ist ja am Ende egal was die Fotografen im Kindergarten machen- ob nun klassisch, modern, künsterisch, reprtage oder reduziert. Irgendjemand findet es immer blöd. Trotzdem ist es schade, wenn die Höflichkeit auf der Strecke bleibt.
    Die Kigabilder von meinen Kindern sind ganz klassisch. Gemusterter Stoffhintergrund, völlig unnatürliche Pose, langweilige Ausleuchtung und Spaß haben die Kinder auf den Fotos nicht. Trotzdem ist es eine solide Arbeit und ich habe im Schnitt 25 Euro dafür bezahlt. Das ist auch total ok wenn ich die Arbeit sehe die hinter Mappen steht UND dass man mitkalkulieren muss, dass Mappen zurück gehen. Obwohl die Bilder absolut nicht meinem Stil entsprechen habe ich sie gekauft weils für die Kinder einfach wichtig ist und weil es auch kein Beinbruch ist wenn mir mal was nicht 100% gefällt… wer weiß wie das irgendwann mal unsere Kinder sehen wenn sie erwachsen sind und ihre Fotos anschauen. Nach denen fragt aber irgendwie keiner. Komisch!

    Ich habe deinen Artikel bei facebook geteilt und viel feedback dazu bekommen.

  4. Ich finde dein Konzept toll! Ich finde es immer total traurig, wenn man zu einer x-beliebigen Familie mit Kindergartenkindern in einer stadt zu Besuch ist und *überall* hängen exakt die gleichen Fotos an der Wand. Total austauschbar. Aber ich fürchte, es gibt eben auch genügend Eltern, die genau das wollen. Genau die gleichen Bilder wie die anderen auch. Man soll sehen, dass da Geld in einen Profi investiert wurde. Und viele sehen das halt nur, wenn es exakt das gleiche Sujet ist wie bei den anderen auch. Traurig, aber wahr. Individualiät ist nicht unbedingt das, was gefragt ist.

    Ich würde mich freuen, käme ein Fotograf wie du in die Kita. Aber gut, dieser Haushalt ist auch Fotografie-affin und weiß gute individuelle Portraits zu schätzen. Stattdessen bekommen wir jedes Jahr diese gruseligen Fotos von Kind mit Stofftier in der Hand vor kitschigem Hintergrund angeboten und verzichten dankend. Aber ich würde im Traum nicht auf die Idee kommen, deshalb solch eine unverschämte Email zu schreiben…
    Ich fürchte, man kann es nicht jedem Recht machen.
    Schlussendlich muss es sich für dich rechnen, und wenn es das nicht tut, dann ist eine solche Mail einfach der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

  5. …die Zusammenarbeit mit Eltern ist nicht immer leicht..

    Ich finde deine Entscheidung gut, du hast eine klare Vorstellung bzw. Haltung und das ist gut so.
    Stellung zu beziehen ist nicht immer leicht und erfordert mehr Stärke, Klarheit und Durchhaltevermögen als man glaubt aber es macht einen authentisch und stark.
    Toller Bericht und starke Aussagekraft.
    In der heutigen Zeit ist es auch wichtig anderen den Wert der Dinge und Situationen bewusst zu machen. Das ist dir super gelungen.
    👍👍👍👍👍👍👍

  6. Kinder in Bewegung sind schwierig zu fotografieren. Da scheitere ich regelmäßig dran. Bin allerdings auch kein professioneller Fotograf. Ich finde Deine Bilder klasse!

  7. Hi Timo,
    lass dich nicht unterkriegen. Die Bilder sind klasse, entsprechen aber leider nicht dem was sich die meißten Eltern unter dem Konzept KiTa Fotos vorstellen. Die meißten Eltern erwarten halt die Bilder die es schon in ihren KiTa-Tagen gab.
    Eventuell solltest du dein Konzept ein wenig abändern. Was ich mich immer als Elternteil gefragt habe, warum bietet niemand mal ein “Jahrbuch” an. Heißt pro Gruppe ein Fotobuch mit Bildern aus dem gesamten KiTa-Jahr. Es gehen bei meinem Sohn in der KiTa gerade diese Freundebücher um, und ich denke das viele Eltern gerne so einen Gruppen-Fotoband nehmen würden. Mit der KiTa eine Grundhonorar für mehrere Termine im Jahr vereinbaren und als Jahresabschluss so einen Jahresband anbieten.

    Wie gesagt, ich mag deine Bilder und ich sehe den ganzen Aufwand. Ich kann dich auch verstehen das solche Kommentare einen in Grund und Boden stampfen können, aber nimm dir das nicht zu Herzen und verfolge einfach deine Vorstellung guter KiTa Fotos weiter. Leider bekommt man heute viel zu wenig gutes Feedback, aber wenn es was zu meckern gibt sind sie alle dabei. Tsss

  8. Hallo Timo,

    ich bin über einen Facebook Link auf deinen Blog und diesen Artikel gestoßen und ich kann Dich zu 100% verstehen.
    Ich habe viele Jahre lang die Konfirmanden unserer (recht großen) Kirchengemeinde in Ihrer Konfizeit mitbetreut und sowohl während des ganzen Jahres, als auch bei der Konfirmation und meistens auch in Einzelshootings fotografiert. Fotografieren, besonders Portraits, war und ist mein Hobby, ich habe es nie kommerziell gemacht.
    Das heißt, die Eltern haben ein ganzes Jahr im Leben ihrer Kinder dokumentiert (auf CD) bekommen UND mussten keinen Fotografen für die Gruppen- und Portraitfotos engagieren.
    Deinen Satz: Wieso ist der Kopf von meinem Kind abgeschnitten? habe ich im Laufe der Jahre dutzendfach gehört, gerne auch in Kombination mit abgeschnittenen Füßen und oder Händen. Schön waren auch Beschwerden, dass das eigene Kind auf dem Gruppenfoto (mit über 30 anderen) gerade nicht das Sonntagslächeln auf dem Gesicht hat. Dazu muss ich erwähnen, dass ich nicht nur 1 oder 2 Fotos, sondern insgesamt hunderte pro Kind verschenkt habe.

    In einigen Jahren gabs zum Dank von den Eltern Geschenke, als aber am Ende noch nicht mal mehr ein gesprochenes Dankeschön sondern nur noch Beschwerden gab, habe ich den Schlussstrich gezogen. Es hat mich ehrlich gesagt verletzt, so wenig Wertschätzung zu bekommen.
    Was Deine Kindergartenmutti da geschrieben hat, habe ich auch des öfteren zu hören bekommen. Und das bei geschenkten Fotos, die meiner Meinung nach IMMER meine beste Arbeit repräsentiert haben (bei pubertierenden Kids ist das Retuschieren nicht zu unterschätzen). Nein Danke, den Streß muss ich mir wirklich nicht geben.

    Ich möchte einen der Nörgler mal sehen, wenn jemand nach der (eventuell vorhandenen) Arbeit zu ihm/ihr kommt und ihm/ihr sagt, er mache seine Arbeit einfach nur schlecht, verdiene für die erbrachte Leistung viel zu viel Geld, man selbst könne alles, was er/sie tut, ohnehin viel besser und man habe noch dazu das Recht, solche Dinge zu sagen.

    Ich hoffe, Du bekommst weiter Aufträge, wo Deine Arbeit wertgeschätzt wird! Ich selbst bevorzuge immer authentische Bilder, in meiner Familie ist das glücklicherweise selbstverständlich und die alljährlichen Weihnachtsfotos der wachsenden Kinderschar sind immer mehr lustig und originell als perfekt gestellt :)

    Alles Gute!
    Marion

  9. Hallo Herr Raab,

    zunächst einmal ein Kompliment, die Kinderbilder in diesem Artikel sind wirklich herzallerliebst! Ich selbst bin die vielen gestellten Kinderbilder in Kitas auch leid, die Hintergründe sind oftmals gruselig und die Kinder wirken nicht wirklich glücklich! Ein toller Ansatz, direkt im Spiel in den Gruppen zu fotografieren!

    Allerdings bin ich die Mutter eines Kindes, das Sie in den letzten Wochen in einem Kindergarten fotografiert haben und kann mich der einhelligen Meinung der Leitung bzw. der Eltern nur anschließen, auch wenn ich die Formulierung der Kritik wirklich unverschämt und respektlos finde! Ich habe nicht nur die Bilder meines Sohnes gesehen, sondern auch einen Blick auf die anderen Bilder geworfen und fand sie oft viel zu dunkel, mit sehr viel unruhigem Hintergrund (natürlich ist es in der Kindergartengruppe schon wegen des Spielzeugs und der Kinder unruhig, aber da hätte man vielleicht mit einer anderen Blende etwas mehr den Blick auf das jeweilige Kind lenken können). Für mich wirken die Bilder leider wie hastig geknipste Schnappschüsse, die nicht den Moment einfangen, sondern einfach in einer bestimmten Zeit jedes Kind zwei oder drei Mal zeigen sollen.

    Ich arbeite selbst als Fotografin und möchte Sie deshalb mit meiner Kritik keinesfalls verletzen, aber dennoch betonen, dass die Bilder, die ich von dem Shooting im Kindergarten gesehen habe, rein gar nichts mit den tollen Bildern zu tun haben, die Sie hier in dem Artikel zeigen!

    Alles Gute für die Zukunft!

    Katharina

  10. Hallo Tom,
    lass dich nicht von ein paar unseriösen Mails beeinflussen. Ich würde es schade finden wenn die anderen aufgrund solcher völlig unangebrachten Kommentare bzw. Mails leiden müssen

    Du hast deinen eigenen Stil, du machst keine schlechten Fotos und wenn jemand behauptet er kann es besser, dann soll er sich auch bitte in bewegung setzen und das auch beweisen und sich nicht hinter einen Computer, Tablet, etc. verstecken und ein paar unangebrachte Zeilen schreiben, denn das kann jeder!!!

    Wenn du dieser Person zu teuer bist dann liegt es daran das diese art von Dienstleistung inkl. deinem persönlichen Stil, dieser Person so gut wie nichts Wert ist. Wirds immer geben, mann kann ja nicht jeden überzeugen bzw. mit seiner Arbeit begeistern

    Fazit: Lass dich nicht unterkriegen, keiner kann deine Arbeit so gut bewerten wie du selbst!

  11. Halloechen an alle…..so hab mir jetzt mal die Meinungen von allen hier durchgelesen….also jetzt zu meiner Einstellung ich bin Mutter von vier Kindern….finde das was Timo macht klasse….Kinder so zu sehen wie sie sind….aber ich verstehe die Mutter die sich beschwert hat auch. ….Bilder von meinen Kindern wie sie wirklich sind mache ich das ganze Jahr über. ….und wenn einmal im Jahr der Fotograf kommt mag ich auch gestellte schöne Fotos wo nicht der Kopf abgeschnitten ist…das passiert zu Hause oft genug:-).. ich finde die Mappen klasse….und wenn es um das Thema Umweltverschmutzung geht…glaube ich muss man wo ganz anders anfangen!! So das War meine Meinung. …bis bald

  12. Ich finde die Bilder wunderschön und würde sie jederzeit den gestellten Bildern vorziehen.

  13. Hallo Timo,
    ich finde die Bilder, die du hier zeigst echt super!
    Bei uns im Kindergarten sucht die Leitung den Fotograf aus. Kriterien hierfür: Er kassiert sein Geld selbst ein und zahlt dem Kindergarten einen guten Bonus, dass er in den Kindergarten kommt.
    Ergebnis wie von dir geschrieben: Bilder, die weder schön noch einmalig sind. 2013 sah mein Kleiner vor einem New-York-bei-Nacht-Hintergrund aus wie ein grimmiger Sheriff, der nicht seinen Pistolengürtel und Cowboyhut tragen durfte. Ausserdem wurden sie versehentlich einem Kind hinterher geschickt das nach Dresden verzogen war. Ich habe die Bilder dann zwei Tage vor Weihnachten bekommen. Nicht Anfang Dezember. Wegen einem großen “Nostalgiebild” (damals das einzig tolle) musste ich für 45€ eine komplette Bildermappe kaufen. Auf den Aufkleberpassbildern lies sich die Folie nicht lösen ohne das Bild zu verreissen… 2014 lachte das Kind schön, seine Bilder waren toll, dafür die Familienbilder unterirdisch…. Der Hintergrund war ein “vor-der-Holzhütte-Flair”…
    Ich wäre froh, wir hätten so einen “mutigen” Fotografen mal bei uns. Allen kann man es glaube ich eh nicht Recht machen…

    Lass dich nicht unter kriegen.

    Viele Grüße
    Carola

  14. Guten Morgen
    Ich seh schon die Meinungen hier gehen sehr auseinander.
    Aber sind wir doch mal ganz ehrlich! ! Lieber ein schönes Bild vor einem New York Hintergrund als ein Foto mit Rotznasenkind wo am Besten noch drei weitere Kinder im Hintergrund sind!! Ehrlich Leute hängt ihr solche Bilder vielleicht sogar noch vergrößert zu Hause auf??????
    Und jetzt zu den Bildern die du bei uns im Kindergarten von den Geschwistern gemacht hast waren ohne viel Aufwand!! Setzt euch da vor die Hecke.Zweimal den Auslöser gedrückt und fertig??????? Weiss nicht das ganze hat höchstens eine halbe Minute gedauert!!
    Die Bilder hier auf deiner Seite sind echt schön leider ganz anders wie bei uns im Kindergarten!
    Gruß Steffen

  15. Guten Morgen Steffen,

    vielen Dank für die Rückmeldung.
    Ich hatte ja bereits kurz in meinem Artikel angemerkt, dass die KiTa vor meinem Erscheinen ein Beispiel-PDF mit Bildern bekommt und ich natürlich auch meine Arbeitsweise vorher mit dem KiGa entsprechend abkläre. Dies wurde, meines Wissens, in der KiTa in der dein Kind ist auch entsprechend kommuniziert.
    Daher kann ich jetzt leider nicht den Kritikpunkt mit den weiteren Kindern im Hintergrund verstehen. Denn genau das ist meine Arbeitsweise – ich fotografiere in der Gruppe, da kann es durchaus vorkommen, dass Kinder im Hintergrund zu sehen sind.
    Die Bilder wurden eben von mir noch einmal gesichtet und ein offensichtliches “Rotznasenbild” ist mir nicht aufgefallen – aber selbst wenn, dies ist Teil meiner Philosophie, wenn nicht alles perfekt ist, dann ist dies ebenso. Ich achte dennoch darauf dass ich möglichst ein tolles Bild hin bekomme und wenn die Bildaussage einfach über dem kleinen Makel liegt – dann kann ich dies mit meinem Gewissen und meinem Konzept vereinbaren.

    Bei den Geschwisterbildern kann ich diese Vorgehensweise leider nicht machen, dies wäre logistisch unmöglich. Wir haben uns dazu entschieden die Geschwisterbilder draußen vor einem Naturhintergrund zu machen. Der Ablauf war stark getaktet da sich viele Eltern eingetragen haben – ich bin trotzdem entsprechend auf die Kinder und Eltern eingegangen und es wurde jedem das Bild nachher gezeigt und nachgefragt ob dies so in Ordnung wäre. Bei Zweifel oder Nichtgefallen haben wir so lange ein Bild gemacht bis es mit Zustimmung von den Eltern abgesegnet wurde.
    Wenn dies nicht einmal eine halbe Minute gedauert hat, dann zeigt dies mir eher, dass das Bild gut war. Ein effektives und schnelles arbeiten zu bemängeln obwohl man das Ergebnis vor Ort gesehen hat, verstehe ich leider nicht.

    Ich kann nur wiederholen, was ich oben schon geschrieben habe. Dieser Kommentar bestätigt lediglich meine Meinung und es tut mir wirklich sehr leid, dass ihr offensichtlich mit dem Bildern nicht zufrieden seid und ein anderes Ergebnis erwartet habt.

    liebe Grüße,
    Timo

  16. Hallo Tom Raab,

    durch eine Frau mit Herz, die sich für das Wohl der Kinder und ihre gesunde Entwicklung einsetzt, bin ich auf diese obige Herausforderung, Deine Arbeit und Deine Philosophie hinter Deinem Wirken gestoßen.

    Ich möchte Dir nur kurz meine Wertschätzung für Deine hier zu sehenden festgehaltenen Augenblicke aus dem Leben von Kindern, von individuellen Lebewesen (!), übergeben. Deine Bilder zeigen LEBEN. Deine Einstellungen (u.a. Respekt und Achtsamkeit für diese Kinder plus Dein künstlerischer Anspruch) sind in ihnen für mich deutlich zu sehen.

    Ich wünsche mir – für eine liebenswerte Welt -, daß Du Kraft, Mut, Geduld, Klarheit und Freude auch für Deine Arbeit mit Kindern beibehälst. Ich achte Deine Entscheidung für Veränderungen (als Konsequenz auf die von Dir veröffentlichten Kritiken von Eltern) und bin neugierig auf das Ergebnis.

    Farbenfrohe Grüße
    Arwén

  17. Lieber Timo,
    unsere Kindergartenzeit ist schon lange vorbei, aber ich hätte mich über solche “professionellen Schnappschüsse” deutlich mehr gefreut, als die Bilder, die ich bekam. Deine Bilder sind ehrlich. Stellen den kleinen Menschen so dar, wie er auf andere wirkt. Eltern haben hier vielleicht machmal eine etwas “gefilterte” Wahrnehmung. Und ich finde, dass die Charaktere der kleinen Persönlichkeiten ganz wunderbar von Dir eingefangen wurden. Man hat das Gefühl diese Menschenkinder regelrecht zu kennen. Trotz dem es nur Ausschnitte sind, kann man sich lebhaft die Szene vorstellen und fast schon hören, was drumherum passiert. Sehr gut! Der Sinn, den Moment einzufangen, ist sehr gut gelungen!
    Aber natürlich hat jeder einen anderen “Geschmack”. So wie es ja eben auch Menschen gibt, die eine 99 Cent Tütensuppe aromatischer und besser finden als ein gut gekochten Eintopf. Nicht jeder wertschätzt gute Leistung, aber sehr wahrscheinlich erkennt derjenige diese Leistung ja auch nicht. Erkläre einen Blinden Farbe. (Davon kann ich Dir nicht nur ein Lied singen) Aber es gibt ja auch die, die das tun – und die sollten es wert sein, dass Du weiter machst. Du kannst es nicht jedem recht machen.

    Herzliche Grüße – Susanne
    (die mit Deinen Bildern von den großen Menschen super zufrieden ist und Deinen Stil klasse findet!)

  18. Hallo lieber Timo,

    Ich kann Dich sooooo gut verstehen und da es die gleichen blöden Sprüche gibt wenn man Studiofotos macht, aber einen weißen Hintergrund ohne bescheuerte Deko nutzt… Statt dieser gräßlichen Hintergründe die es seit gefühlt 40 Jahren gibt…. Mache ich das seit Jahren nicht mehr !
    Das Problem: 100 Kinder bedeutet eben auch ca. 70 Elternpaare…. Das sind 70 Karaktere… Man wird wohl nie ( egal was man macht) den Geschmack aller treffen… Und immer mal nen blöden Spruch kassieren (wiesooo… Haben sie denn keinen Weihnachtsbaum dazu gestellt, es ist doch bald Weihnachten….)
    …. Dazu habe ich keine Lust mehr ich möchte Menschen fotografieren die MEINE Arbeit Wertschätzen, die zu mir kommen, da sie genau solche Fotos möchten ! Meine Kunden ! Seit 2012 mache ich keine Kindergärten mehr und es war die beste Entscheidung…. Ever 😊

  19. Lieber Herr Raab,

    ich bin auch durch einen Facebook-Link aufmerksam geworden, habe alles gelesen und wollte Ihnen nun Mut machen nicht aufzugeben!!!! Der Erfolg und den Zuspruch den Sie auf der anderen Seite haben, zeigt doch das es der richtige Weg ist. Fotografie gehört in die Rubrik “Kunst” und die ist nunmal umstritten.

    Es kann einfach nicht jedem Menschen alles gefallen. Bildungsunterschiede, Geschmack und Interessen fordern ihren Tribut. Es ist das gute Recht der Eltern sich lieber gestellte, klassische Fotos zu kaufen. Es gibt auch Eltern die ihren Kindern Perücken aufsetzen, die Gesichter schminken und von einer “Misswahl” zur nächsten laufen und das schön finden. Je gestellter und unnatürlicher, desto besser.
    So gibt es eben auch Anhänger der klassischen gestellten Foto auf denen geschniegelte, frisch gebürstete und neutral guckende Kinder abgebildet sind. Das ist zwar nicht Kunst, aber eben ein Foto welches deutlich vom Fotografen gemacht wurde. Genau wie klassische 08/15-Hochzeits- oder Babybauchfotos. Bestimmt hatte auch eine Künstlerin wie Anne Geddes nicht immer nur Zuspruch, als sie anfing die Babys in traumhafte Szenen zu setzen.

    Die Frage ob ein Kopf angeschnitten auf einem Foto klasse ist, weil der Fokus auf dem einzigartigen Gesichtsausdruck liegt, versteht halt nicht jeder Mensch. Nicht jeder hat den Blick dafür. Die Situation, dass vielleicht noch andere Kinder (ggf. verschwommen) im Hintergrund zu sehen sind, aber das Vordergrundkind gestochen scharf, mit toller natürlicher Mimik im Mittelpunkt der Szene steht, wird einfach von ungeübten Blicken nicht erkannt, ebenso die Frage wieso das Kind nicht mittig groß im Foto zu sehen ist, sondern der Fokus im goldenen Schnitt liegt.

    Also machen Sie weiter! Es wäre zu schade, wenn all die Eltern die sich über Ihre tollen künstlerischen Fotos freuen, nur wegen ein paar negativer Meinungen von nun an auf die schönen lebendigen Fotos ihrer Kinder verzichten müssten.

    Liebe Grüße
    Maani

  20. Lieber timo….

    Du machst wunderschöne fotos, mach genauso weiter, denb du wirst immer einen dazwischen haben der nörgelt.
    Ich bin Fotografin und biete seit über 12 Jahren unter anderem die Kindergartenfotografie an. Ich bin flexibel und fotografiere drin, draussen im Spiel mit und ohne kopfanschnitt. Aber wichtig ist mir immer das natürliche fotos mache. Ich habe das grosse Glück einen sehr guten zugang zu Kindern zu haben. Und genau das macht einen als fotografen aus. Wenn du dann noch technisch gut bist und etwas flexibel bist machst du alle glücklich. Lass dich von so einer mail nicht unterkriegen, diese person hat leider kein kreatives Verständnis. Solche wirst du aber immer haben. Sei stolz auf das was du machst und stehe dahinter, mit ein zwei Änderungen in deinem konzept….
    Ich liebe kinder und würde deshalb auch ungern drauf verzichten wollen…
    Ich wünsche dir viel kraft und Geduld. Alles Gute

  21. Hallo Herr Raab.

    Wie so zweifeln Sie an Ihre Arbeit? nur wegen eine unglückliche Kunde, oder zwei, oder drei? Es hat wahrscheinlich sogar gar nicht mit Ihre Arbeit zu tun sonder mit eine unglückliche Leben.

    Wir müssen in Kauf nehmen, dass unsere Arbeit nicht jeder gefallen kann, besonders wenn diese jemand uns nicht direkt gewählt hat.

    Machen Sie der Arbeit in KiGa gern? Ja?, dann finde ich sehr schade das Sie sich selbst ab jetzt es verbieten. Sie können nicht erwarten, dass unsere Kunden unsere Arbeit mit den Augen von einem Profi Fotograf beurteilen können.

    Mein Tipp. Machen Sie weiter glücklich die Mehrheit die Eltern, dass ihre Kinder in wunderschöne und natürliche Fotos haben möchten.

    Entschuldigen Sie mein imperfektes Deutsch.

    Herzliche Grüße.
    David

  22. Hallo Timo, ich habe dein Blogeintrag per Teilen durch Facebook entdeckt. Mir blutet das Herz wenn ich das Lese. Mir wären diese Art von Bildern 100 x lieber als diese gestellten, lieblosen Bilder im Kindergarten. Schade- das du dein Konzept aufgeben musst. Ich weiss wie schwierig es ist Kinder in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren. Respekt dafür. Lass dich nicht unterkriegen. Viele Grüße Daggi (eine Mama mit drei Kidss – die weiss wovon sie redet)

  23. Guten Tag Timo
    Danke das du zu meinem Kommentar nochmal Stellung bezogen hast.
    Ich wollte nochmal auf die Geschwisterbilder zurückkommen du hast die gemachten Fotos wohl meiner Frau gezeigt aber wenn die Sonne scheint und auf dem kleinen Kamerabildschirm ist wirklich nicht viel zu erkennen! !
    Und es gab ja wohl auch keine Alternative. ..oder??
    Und jetzt zu dem pädagogisch wertvollen Kommentaren oben….es gibt viele Kinder die gern vor der Kamera stehen und wenn man weiss das seinem Kind das gepose vor einem konventionellen Fotografen zuviel ist….lässt man halt einfach keine Fotos machen!! Ich glaub nicht das irgendein Kind Schaden von gestellten Bildern nimmt!!!!
    Und nochmal möchte Ich unterstreichen das ich hier die Meinung von dem Grossteil der Kiga Eltern vertrete jedoch nicht die der Leitung oder der Kindergärtnerinnen!!
    Gruß Steffen

  24. Hallo Timo,

    jeder der die Ergebnisse seiner Arbeit mit anderen Leute teilt, kennt wahrscheinlich dieses Problem. Es gibt immer Leute, die, über die vermeintliche Anonymität einer Email, den Anstand völlig vergessen.
    Nicht nur im Internet gibt es Trolls, auch im normalen Leben. Du solltest das als Bestätigung deiner Arbeit sehen und dich von diesen Miesmachern nicht runterziehen lassen. Immerhin würdest du es zulassen, dass aufgrund dieser einen Reaktion, eine Menge Eltern wunderschöne Kinderfotos vermissen müssen.
    Ich hoffe, du überdenkst deine Entscheidung noch mal, denn ich finde dein Konzept toll.
    Und um auch für alle Anderen zu sprechen, die eben nicht auf deine Fotos reagiert haben: “Kein Arschtritt ist auch ein Kompliment!”

  25. Tolle Bilder. Würde ich kaufen. Hatte jetzt keine Zeit, alle Kommentare durchzuschauen, aber eine Frage bewegt mich noch: Weißt du, ob der Kindergarten den Eltern dein Konzept richtig vermittelt hat? Dann hätten die Eltern evt. die passenden Erwartungen. Frag doch mal im KiGa nach…

    Viel Erfolg weiterhin!

  26. Hi Timo,

    die Bilder sind super. Dein Konzept gut. Und im Grunde ist auch schon alles gesagt, was ich auch sagen würde. Verbiege dich nicht. Die Bilder sind saugut. Aber genau aus diesem Grund mache ich so etwas nicht. Ich will mich nicht verbiegen und weiß, was solche Shootings bedeuten. Gute Bilder entsprechen nun einmal nicht dem Eltern-Massengeschmack. Traurig aber wahr.
    Nicht aufgeben, bitte!

    Liebe Grüße aus Düsseldorf
    Tanja

  27. Wunderbare Fotos – nicht frustrieren lassen. :-) Kann die Entscheidung gut nachvollziehen.

  28. Hallo Timo,

    mir ging es vor langer Zeit genauso, ich hatte sehr äquivalente Bilder von den Kindern gemacht und es war eine Farce. Die Kinder haben es geliebt die Erzieherinnen sowieso, doch die Eltern wurden zu Furien.
    Unfassbar, was für Mails kamen. Und Anrufe, ohne Einleitung, ohne Begrüßung, direkt beschimpft worden. Auf´s Übelste.
    Das war der Punkt, an dem ich beschloss, das geht so nicht. Mittlerweile fotografiere ich erfolgreich Abschlussbälle als “Brot-undButter-Fotografie”.
    Das System von fotograf.de unterstützt mich da sehr in der Umsetzung.
    Auf Deinen Artikel bon ich über Fotografr.de gekommen und der Michael deutet ja an, das der Kunde bedient werden muss. Nicht unser künstlerischer Anspruch als Fotograf – so weh das auch tun kann. Als Kompromiss bietet sich doch eine Kombination an. Freie Fotos in der Gruppe, danach locker auf´m Heuballen. Die Fotografin im Kindergarten meiner Jüngsten hat das ganz gut gelöst.
    Ändert nix mehr dran – ich mach das nicht mehr.
    Viel Erfolg,
    Andi

  29. Also ich denke auch, dass diese Art von Bildern bei jedem Hobby Fotografen mit vernünftiger Ausrüstung auch zu Hause entstehen kann. Natürlich sind die Bilder im Beitrag die besseren, das zeigen zumindest die Rückmeldungen. Von daher kann ich verstehen, dass man von einem Fotografen die typischen Bilder erwartet, die man zu Hause nicht (mit vertretbaren Aufwand) machen kann und vielleicht unzufrieden ist mit dem gelieferten.

    PS:
    Wenn man ein Auto kaufen will, dann ist der Lamborghini Aventador sicher ein sehr kunstvolles Auto. Trotzdem bevorzugen 80% ein Auto mit 5 Sitzen und Kofferraum. Ich denke so ähnlich ist es mit der Fotografie. In beiden Bereichen gibt es “Fans” die die Eigenschaften anders bewerten als der normale Konsument.

  30. Ich finde die natürlichen,situationsbedingten Fotos am aller schönsten! Durch eine Bekannte von mir bin ich auf solche Fotos gestossen und lasse mich und meinen Sohn am liebsten in der Natur fotografieren. Naja so gehen halt die Meinungen auseinander,aber Deine Bilder sind einfach fantastisch,lass Dich nicht entmutigen! Finde im spontan Portrait mit der entsprechenden Umgebung kommt die Schönheit erst richtig zur Geltung. :D

  31. Hallo Timo,
    so ein Feedback ist nicht schön, aber kommt leider vor. Der Ton ist aber wirklich unter aller ***. Die Bilder sind wirklich frisch und mal was anderes in diesem Kontext. Der Arbeitsaufwand ist wirklich enorm. Wieviele Eltern von 90 Kindern müssten kaufen, damit sich der Aufwand lohnt?

  32. Hallo! Die Bilder, die hier veröffentlicht sind, sind schön. Punkt. Aber, ich versuche es mal mit einer Erklärung aus Sicht eines Vaters, warum viele das Konzept nicht optimal finden. Ich selbst bin eher mittelmäßig fotografisch begabt, habe eine gute Consumer-DSLR mit einem vernünftigen Objektiv. Ich fotografiere meine Kinder häufig in “natürlicher Umgebung” und die schiere Masse bringt es dann halt mit sich, dass ich für den Fotokalender, den ich jedes Jahr für meine Eltern mache, eben doch immer wieder 12 Fotos finde, die eben genau die Lebendigkeit und Natürlichkeit transportieren, wie es Deine Bilder eben tun. Der Punkt ist: Diese Art von Bildern haben viele Eltern im Zweifelsfall in dutzendfacher Ausführung bereits zu Hause und somit bietet Deine Fotografie ihnen keinen Mehrwert, für den sie aus ihrer Sicht auch noch exorbitante Summen ausgeben sollen. Klar sind die meisten gestellten Fotografenbilder mit abartiger Fototapete im Hintergrund potthässlich, dafür sind sie aber auf eine irgendwie verschrobene Art charmant. Diese Art von Fotografie kriegen Laien eben (auch zufällig) nicht hin und dafür wird dann Geld ausgegeben. Ich denke, Dein Konzept ist nicht grundsätzlich falsch, aber um das zu verkaufen müssten die Bilder halt wirklich ultra-genial sein. Die Eltern müsste es die Sprache verschlagen, sie müssten ihr Kind erkennen, aber so noch nie gesehen haben. Aber das ist vor allem: Aufwand. Und den kann man bei KiTa-Fotografie in dem erforderlichen Umfang sicher nicht bezahlbar machen. Dazu müsste man sich sicherlich tage- oder Wochenlang in einer KiTa-Gruppe aufhalten. Wer will einem das bezahlen?

    Grüße,

    Till

  33. Es wurden hier ja schon viele Kommentare geschrieben, aber ich möchte es noch einmal versuchen, deutlich zu machen: Es gibt hier und da einfach Leute, die von dem, was Du tust, keine Ahnung haben. Natürlich trifft einen so hartes Feedback trotzdem, auch wenn es kompletter Schwachsinn ist (eine Rückmeldung über persönlichen Geschmack ist ja noch einmal etwas ganz anderes). Vielleicht gehört es einfach dazu. Aber nimm es bitte nicht ernst. Wie gesagt: Einige haben einfach keine Ahnung.

  34. Hallo Timo,

    zuerst: ärgere Dich nicht! Ich finde Deine Fotos einfach super. Sie heben sich DEUTLICH von dem ab, was andere sogenannte Fotografen (und ich sage das bewusst) abliefern. Die sehen nur die Kohle – alles andere interessiert sie nicht. Übrigens auch nicht die Kinder. Wie die manchmal mit denen umgehen – aber das ist eine andere Baustelle.

    Ich finde es sehr gut, dass Du Dich mit der Kritik – wie vernichtend sie für Dich auch gewesen ist – auseinandersetzt. Ich habe zwei verschiedene Fotografen angeschrieben, nachdem sie von den Kindergartenkindern absolut scheussliche Bilder gemacht hatten. Es kam nicht mal eine böse Mail zurück – man hat mich schlicht ignoriert.

    Aber auch der Versuch, mich selbst als Fotograf im Kindergarten oder der Schule einzubringen, scheiterte. Nicht an den Eltern – an den Einrichtungen. Ich kann nur vermuten, dass da vielleicht irgendwelche Verträge abgeschlossen wurden, die keine anderen Fotografen zulassen.

    Vielleicht wäre es eine gute Idee, neben Deinem eigenen Konzept dennoch die üblichen Bilder zu machen. Das setzt natürlich auch wieder mehr Arbeit voraus, ob man da auf seine Kosten kommt, wage ich zu bezweifeln.

    Mein Fazit: die schnelle Mark macht man mit dem schnellen Foto. Leider.

  35. Hallo!

    Alles was hier gesagt wurde ist sehr interessant.

    Um es aber auf den Punkt zu bringen: von den hier abgebildeten Fotos würde ich als Eltern auch kein einziges kaufen. Fast alle Köpfe sind angeschnitten und die Kinder befinden sich nahezu ausschließlich in der Bildmitte. Es fehlt die Spannung und Dynamik des Bilde. Das ist bestimmt so gewollt, wird aber von den meisten Kunden als Unvermögen angesehen. Der Kunde denkt sich doch: “Das bekomme ich besser hin und schneide die Köpfe nicht halb ab.”

    Als Fotograf hat man nur drei Möglichkeiten:
    – ich fotografiere stumpf nach den Vorstellungen der Kunden
    – ich ziehe einfach mein Ding durch oder
    – ich verdiene mein Geld mit meiner Arbeit auf meine Art unter Berücksichtigung der
    Kundenvorstellung

    Bei meiner Arbeit in KiTas lasse ich die Eltern entscheiden was sie möchten. Während des ersten Elternabends stelle ich meine Arbeit den Eltern vor und lasse diese dann in einer Liste eintragen was für Fotos gewünscht werden. Entweder Gestellt , Action oder beide Arten von Fotos. Das Klappt für gewöhnlich immer. So gibt es keine Unstimmigkeiten.

    Was den Arbeitsaufwand angeht habe ich folgenden TIP:
    Sehe dir im Netz entsprechende Anbiete an und nutze deren QR-Code-System. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich arbeite z.B. mit fotograf.de zusammen. Aber es gibt da sehr viel verschiedene Anbieter im Netz. Über dies Anbiete können unteranderem dann auch gleich die Produkte vermarktet werden.

  36. Hallo Timo,
    Ich habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du. Vor einem Jahr reifte bei mir der Entschluss, aus meinem Hobby einen Beruf zu machen, wenn auch nur, um “Zusatzbrötchen” zu verdienen. Ich stehe also noch am Anfang… Nun ja, da unsere kleinen Kinder derzeit in der Kita sind und ich sehr gerne Kinder fotografiere – möglichst natürlich – lag es nahe, dem Kindergarten meine Dienste anzubieten. Ich habe schon beim ersten Gespräch mit der Kindergartenleitung klar gemacht, dass die typischen gestellten Kinderfotos nicht meinem Stiel entsprechen, sondern ich die Kinder im Spiel oder in spontaner Interaktion portraitieren werde. Sowohl die Kindergartenleitung als auch die Elternschaft waren damit ausdrücklich einverstanden. Tja, an zwei Vormittagen (ich hatte mir extra frei genommen) entstanden dann die Fotos. Hinzu kamen noch diverse Abende für die Nachbearbeitung und die Bearbeitung der Bestellungen. Hätte ich vorher geahnt wie ausufernd dieser “Nachgang” ist, hätte ich von vornherein höhere Preise angesetzt. Aber als Anfänger im Business muss man halt Lehrgeld bezahlen. Viele Eltern waren, das muss ich ehrlicherweise sagen, sehr angetan von den Bildern. Aber dann gab es auch die Eltern, die meinten, die Knipserei sei vollkommen überteuert und letztlich wären das doch auch keine “richtigen” Kindergartenfotos… Was habe ich daraus gelernt? Kindergartenfotos sind ein sehr undankbares Geschäft. Erstens wird man immer einen Teil der Eltern nicht zufrieden stellen können und zweitens ist der Zeitaufwand für die Nachbearbeitung und die Bearbeitung der vielen kleinen Bestellungen so groß, dass sich der Job nicht rechnet, jedenfalls dann nicht, wenn man die Preisgestaltung so moderat hält, dass auch ausreichend viele Eltern bestellen. Ich will nicht sagen, dass ich einen Kindergartenjob nicht wieder annehmen werde, aber reißen werde ich mich in absehbarer Zeit nicht darum…
    Timo, ich kann also Deinen Entschluss gut nachvollziehen.

    Viele Grüße,
    Michael

  37. Von der Problematik der Schul- und Kindergartenfotografen habe ich in den letzten Jahren bereits mehrfach gelesen und ich glaube nicht, dass dieser undankbare Job überhaupt noch eine rosige Zukunft hat, sofern es die goldenen Zeiten überhaupt je gab.

    Ich bin auch kein Fan der klassisch gestellten Fotos vor einfarbigen Hintergründen und würde die Seite im Fotobuch meiner Kindheit gänzlich überspringen, wenn da nicht immerhin noch das Gruppenfoto wäre.

    Sicherlich mag es eine Frage des persönlichen Geschmacks sein. Da hat der Fotograf halt meinen nicht getroffen. Schade, aber es hat mich ja nichts gekostet…

    Dann mach ich sie halt selbst „besser“. Und wenn nicht ich, dann gibt es sicherlich auch Onkel Bob, der sich ja schon für die Hochzeit nächsten Monat bereit erklärt hat, schließlich hat er doch kürzlich so eine große Kamera (die mit dem „A“ auf dem Programmrad) gekauft. :D
    Ich glaub einen Scanner hat er auch, kann ich es direkt für Facebook festhalten was der Fotograf da für einen Mist produziert hat. :p

  38. Hallo Timo,

    endlich, endlich hab ich es geschafft mir deinen Artikel auch durchzulesen. Jetzt, nachdem wir ja vor kurzem auch schon persönlich über die Thematik sinniert und diskutiert haben.
    Und ich kann dich so gut verstehen! Der “Ton” dieser Mutter in ihrer Mail ist genau der, den viele Eltern auch den Erziehern/-innen gegenüber tagtäglich anbringen, wenn sie Fragen/Beschwerden/Anliegen haben. Aber wehe der Dienstleister, der sich gerade so was Unverschämtes anhören/durchlesen musste, verliert sein freundliches Lächeln und antwortet ehrlich oder tanzt von vornherein nicht nach deren Pfeife.
    Schade, dass Freigeister mit tollen, endlich mal anderen Ideen und Ansätzen durch diese “Das war schon immer so und soll so bleiben”-Mentalität immer wieder in ihrem Tun beschnitten werden.
    Ich kenne viele deiner Bilder, kenne – und bin ja auch immer mal anwesend, wenn du am Arbeiten bist – deinen Aufwand im Hintergrund und bewundere dieses Engagement, das oft nicht anerkannt und entsprechend belohnt wird. Und ich verstehe, wenn man von solch … hmm… ich sag’s lieber nicht laut ;) … von solchen Kommentaren entmutigt und demotiviert wird. Deswegen: Hut ab, vor deiner klaren Entscheidung und auch vor dem Schritt dies öffentlich kund zu tun!

    Und eins vielleicht noch: All diejenigen welchen, die sich hier hinstellen und jammern und meinen, dass sie “solche Bilder zur Genüge zu Hause haben und selbst machen können”… warum stellen die zu Hause nicht auch irgendeinen komischen, absolut alltagsfremden und erlebensweltfremden, kitschigen Hintergrund (Poster kann man überall kaufen) auf und machen auch diese “unheimlich tollen und gestellten” Bilder selbst, sondern brauchen genau DAFÜR (Kind hinstellen/-setzen und für zwei Minuten still halten, sollte jede Mama/jeder Papa hinkriegen) aber einen Fotografen?! Mal drüber nachdenken ;)

    Ach ja… so… und jetzt, mit dem Wissen, dass kaum noch jemand (leider) mein Kommentar hier lesen wird, weil es halt eeecht spät kommt, hoffe ich, dass die Eltern und Kitas, die auf deine Qualitäten zurückgreifen es auch entsprechend würdigen!

    Liebe Grüße,
    Tina!

  39. Ich hatte ja vor einiger Zeit diesen Blogbeitrag auf Facebook geteilt. Finde ich gut dass du darüber schreibst. In Kindergärten habe ich noch nicht fotografiert, meine Zielgruppe befindet sich eher so im Teenager Alter :)
    Aber die Erwartungshaltung von den Eltern dürfte gleich sein… egal ob Kindergarten, Einschulung oder Abschluss / Abi…

    Ich fotografiere auf Abibällen sehr gerne mit mobilem Studio. Klar, die Fotos sind gestellt, aber kommen dennoch gut. Damit ich aber den Kunden nicht nur diese Fotos anbieten kann, fotografiere ich zwischendurch noch außerhalb des Studios. Ungestellte Fotos, Momentanaufnahmen. Ganz ganz wichtig wie ich finde, um eine Vielfalt von Bildern zu erhalten! In wieweit sich das auf die Kita Fotografie anwenden lässt, weis ich nicht. Ist ja auch eine Frage der Zeit. Entweder man macht das eine, oder das andere. Wenn man beides anbieten und auch machen würde, käme man mit den Aufwandskosten nicht hin denke ich…

    Viele Grüße, Sven

  40. Ich ärgere mich eher über die Standard Fotos, die in allen Kindergärten angeboten werden, und würde mich über deine Kreativität und die daraus erstandenen natürlichen Fotos sehr freuen.
    Aber das ist wie bei der Hochzeitsfotografie- die meisten Menschen wollen gestellte Fotos, Standard Posen und knallbunte Farben…
    Die sind dann auch mit Smartphone Bildern happy.

  41. Hart! Echt hart! Tut mir richtig leid für dich, denn auch ich finde die gestellten Bilder furchtbar!
    Vermutlich erwartet die Allgemeinheit aber solche Bilder – warum auch immer. Bilder in Action, die das echte Kita-Leben zeigen. Einzige Lösung wäre wohl eine zweigleisige Strategie. Einmal der gestellte Müll + die coolen Fotos in Action. Aber das würde natürlich noch mehr Zeit bedeuten = noch höhere Kosten. Ist also auch nichts.
    Kopf hoch!
    Schöne Grüße,
    Marc

  42. Wow tolles Feedback auf Deinen ausführlichen Bericht.
    Mir ging es genauso wie Dir . Alle Eltern waren begeistert , selbst die Kindergartenleitung und Angestellten fanden alle Fotos toll. 20 Familie wollten ein extra Shooting und jeder konnte am Schluss auch die Fotos nehmen die er wollte. Da freut man sich natürlich , dass die Fotos so gut angekommen sind. Daher fragte ich acht Monate später wieder nach , ob man in dem Kindergarten wieder vorstellig werden dürfte. Als Antwort bekam ich das gleiche wie bei Dir . “So schlechte qualitativ minderwertige Fotos ” wurden lange nicht von den Kinder geschossen , der Preis ginge ja gerade noch , aber sie möchten keine weiteren Fotoshootings mir mir durchführen. Da denkt man schon , was ist da nicht in Ordnung. Mittlerweile glaube ich, es ist einfach nur eine Masche …….

  43. Nimms den Leuten nicht übel.
    Die kennen eben nur die Schnappschüsse, welche sie von Ihren Kids mit dem Smartphone machen.
    Für ungeübte Blicke ist eigentlich NIE ein unterschied erkennbar… und sei die Lichtführung, etc.pp. noch so ausgetüftelt.

    Diese Leute haben eine gewisse Erwartung – und sobald es davon Abweichungen gibt, haben sie ein Ventil gefunden, den Frust, welcher sich über Wochen und Monate aufstaut, heraus zu lassen.

    Die Fotografie wird schon lange nicht mehr entsprechend respektiert.
    Ich Fotografiere selber – hauptsächlich als Hobby… und wie oft habe ich schon zu hören bekommen: “Kannst du nicht ein paar nette Fotos machen? Muss nichts aufwändiges sein… sondern einfach mal so, halt.”

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  1. Hilfe, meinen Kunden gefallen meine Fotos nicht | Fotografr - […] beschreibt in seinem Artikel, dass seine Kindergarten-Fotos mit viel Liebe und Aufwand entstehen und er bewusst nicht die […]

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